Kompakt-Infos zur neuen Datenschutzgrundverordnung

Am 5. Dezember veranstaltete die Sparte Information und Consulting eine Infoveranstaltung zur neuen Datenschutzgrundverordnung. Mag. Ing. Markus Oman, CSE, von der O.P.P. Beratung zeigte den 180 Besuchern, was sich durch die DSGVO ab 1. Mai 2018 ändert. Er erläuterte Ziel und Umfang der DSGVO und...
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Gruppenbild IC Zukunft AKTIV
(v.l.) Bundesobmann KR Robert Bodenstein, MBA CMC, Bundes-GF Dr. Josef Moser, GF Mag. Nina Gökler, M.B.L., Christoph Berghammer, MAS, Obmann Dr. Wolfgang Reiger, CSE, Mag. Ing. Markus Oman, CSE und Mag. Hansjörg Weitgasser, CMC, CSE.

Am 5. Dezember veranstaltete die Sparte Information und Consulting eine Infoveranstaltung zur neuen Datenschutzgrundverordnung. Mag. Ing. Markus Oman, CSE, von der O.P.P. Beratung zeigte den 180 Besuchern, was sich durch die DSGVO ab 1. Mai 2018 ändert.

Er erläuterte Ziel und Umfang der DSGVO und erklärte die Unterschiede zur derzeit gültigen Rechtslage. „So schlimm ist es nicht“, meint Oman. „Viele Dinge haben schon im bestehenden Datenschutzgesetz gegolten. Neu sind die erweiterten Dokumentationspflichten und die Implementierung der Prozesse zur Sicherstellung der Rechte der Betroffenen wie zum Beispiel Beauskunftung von Betroffenen“.  Bei der DSGVO geht es um die zweckgebundene Verarbeitung von personenbezogenen Daten. „Fehlt der Zweck für die Speicherung der Daten, dürfen sie nicht mehr verarbeitet werden“, sagt Oman. Für den Experten sind zwei Punkte wichtig:

Markus Oman
Mag. Ing. Markus Oman, CSE, gab Tipps zur Umsetzung der DSGVO.
© Andreas Kolarik
  • Als Unternehmer ist man verantwortlich für das Management und die Überwachung der Auftragsdatenverarbeitung. „Achten Sie bei der Auswahl des Daten-Dienstleisters darauf, ob dieser die Daten ordnungsgemäß bearbeitet und die Datensicherheit sicherstellen kann.“
  • Am Beispiel von Finanzdaten erklärte Oman das Compliance-Dilemma: Die Finanz Compliance verlangt möglichst lange und sichere Aufbewahrung. Der Datenschutz verlangt hingegen eine möglichst kurze Aufbewahrung und nur solange ein Zweck gegeben ist. Die Lösung ist eine genaue Definition von Dokumenten und Datentypen, denen Aufbewahrungszeiten, Zugriffsrechte und Speicherorte zugewiesen werden.

Der wichtigste erste Schritt zur Umsetzung der DSGVO ist laut Oman eine Feststellung der Daten: „Welche Daten gibt es im Unternehmen überhaupt? Von wem brauchen Sie personenbezogene Daten? Zu welchem Zweck brauchen Sie die Daten? Welche Daten nutzen Sie? Wie kommen Sie zu den Daten?“

Zur Umsetzung in die Praxis empfiehlt Oman zuallererst eine Planung: „Denn was genau zu tun ist, ist nicht bei jedem Unternehmen gleich“. Der WKO-Online-Ratgeber dsgvo.wkoratgeber.at bietet dazu eine gute Unterstützung. „Starten Sie jetzt mit der Umsetzung in Ihrem Unternehmen. Hilfe und Unterstützung finden Sie bei Ihrem IT-Berater“, sagt Oman.

Hier können Sie die Vortragsunterlagen downloaden: EU-Datenschutzgrundverordnung_Handout

Video zur Veranstaltung:

Bilder der Veranstaltung:

Besucherstimmen

Walter Friedl

Walter Friedl, Günter Tore, Gesamtvertriebsleiter

„Der beste Tipp für mich war für mich, wie sensible Daten aufzubewahren und zu schützen sind.“

 

 

 

 

Martina GsölsDr. Martina Gsöls, Wirtschaftscoach, Soul4Bizz

„Ich konnte einen guten Überblick gewinnen. Das Wichtigste ist, mit der Umsetzung zu beginnen“

 

 

 

 

Willi EversbergWilli Eversberg, Eversberg Telekommunikations GmbH

„Der Vortrag zeigte ganz gut, welche Schritte als Nächstes zu tun sind und wie man sich als Unternehmen auf die DSGVO vorbereitet.“