IC Zukunft aktiv: Connecting Start-ups with Service Providers

Wie sich Start-ups mit bewährten Dienstleistern vernetzen und voneinander profitieren, zeigte eine Veranstaltung der Sparte Information und Consulting letzten Dienstag. Rund 80 Besucher holten sich Einblicke, wie eine Zusammenarbeit erfolgreich funktionieren kann. „Für Start-ups ist es wichtig, mit jenen zu reden, die bereits Erfahrungen gemacht...
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Wie sich Start-ups mit bewährten Dienstleistern vernetzen und voneinander profitieren, zeigte eine Veranstaltung der Sparte Information und Consulting letzten Dienstag. Rund 80 Besucher holten sich Einblicke, wie eine Zusammenarbeit erfolgreich funktionieren kann.

„Für Start-ups ist es wichtig, mit jenen zu reden, die bereits Erfahrungen gemacht haben“, sagt Spartenobfrau KommR Mag. Sonja Henhapl-Röhrich zu Beginn der Veranstaltung. „Umgekehrt kann ein Start-up sozusagen die Anti-Aging-Agentur für ein etabliertes Unternehmen sein, um innovative Geschäftsmodelle für die Zukunft zu entwickeln. Die Verbindung von ‚new and old economy‘ ist ideal, um im von Digitalisierung und Globalisierung geprägtem und sich immer rascher wandelndem Wirtschaftsleben voranzukommen“, so Henhapl-Röhrich.

Erfolgreiche Start-up-Gründer: Mag. Marius Donhauser, DI Robert Praxmarer und Dr. Clemens Wass © Kolarik
Erfolgreiche Start-up-Gründer: Mag. Marius Donhauser, DI Robert Praxmarer und Dr. Clemens Wass © Kolarik
© Andreas Kolarik

Anschließend wurden drei erfolgreiche Start-ups und ihre Gründer vorgestellt: Mag. Marius Donhauser von hotelkit, DI Robert Praxmarer von polycular und Dr. Clemens Wass von openlaws. Alle drei Unternehmensgründer mussten anfangs Hürden meistern – da war die Unterstützung von bewährten Unternehmen hilfreich. Praxmarer: „Die Kleinen brauchen die Großen und auch umgekehrt. Kleine Unternehmen brauchen speziell zu Beginn ein Netzwerk, erfahrene Partner, Projektaufträge oder eben auch Kunden für ihre Produkte“. Kontaktpunkte sind dabei Leistungen von etablierten Unternehmen, die Start-ups nicht selbst erbringen können. Die vorgestellten Start-ups haben sich in den verschiedenen Phasen extern Ressourcen geholt, zum Beispiel einen Werbegrafiker für die Entwicklung und Umsetzung des Marktauftritts, die Erstellung eines Businessplans oder die laufende Betreuung durch eine funktionierende Buchhaltung.

Das Beste aus beiden Welten

In der Keynote sprach Matthias Heimbeck von Findologic über seinen Weg vom Start-up zum Unternehmen. 2008 gegründet, wird die Suchtechnologie für Webshops heute von 25 Millionen Usern pro Monat genutzt. „Man muss die Professionalität etablierter Unternehmen richtig einsetzen, um gegen die ganz großen Player der Welt anzutreten“, ist Heimbeck überzeugt. Start-ups müssen oft schon von Beginn an gegen die Großen antreten, aber meistens haben Start-ups einen innovativen Vorteil, die sogenannte „unfair advantage“. Start-ups sind auf Wachstum ausgerichtet und müssen sich immer anpassen – „und das am besten und schnell“. Heimbeck empfiehlt, einzelne Unternehmensfelder als Komponente mit einem professionellen Partner abzuwickeln. Dadurch werden Sie genauso wettbewerbsfähig wie bei den großen Playern und sind skalierbar. Als Beispiel nannte Heimbeck den Versand von Produkten nicht selbst durchzuführen, sondern mit professionellen Logistikpartnern zusammenzuarbeiten.

Frisches Denken

In einer Diskussionsrunde sprachen Start-ups und etablierte Unternehmen über die Themen Immobilien, Finanzen und Marketing. Für Immobilienentwickler bringt die Ansiedlung von Start-ups zusätzliche Diversität und Leben in die Standorte. Im Bereich Finanzen wurden alternative Finanzierungsformen wie Crowd Investing und Crowd Funding vorgestellt. In der Praxis hat sich eine Kombination aus neuer und klassischer Finanzierung bewährt.  So kann etwa Crowdinvesting eingesetzt werden, um die Eigenkapitalquote zu erhöhen und damit überhaupt erst eine Bankenfinanzierung zu ermöglichen. Die Werber Christian Salic und Michael John schätzen an Start-ups das frische Denken und deren agile Methoden – sie investieren schon selbst in mehrere Start-ups.

(v.l.) Spartenobfrau KommR Mag. Sonja Henhapl-Röhrich, DI Lorenz Maschke, Mag (FH) Romy Sigl und Spartengeschäftsführerin Mag. Nina Rauchenschwandtner © Kolarik
(v.l.) Spartenobfrau KommR Mag. Sonja Henhapl-Röhrich, DI Lorenz Maschke, Mag (FH) Romy Sigl und Spartengeschäftsführerin Mag. Nina Rauchenschwandtner © Kolarik
© Andreas Kolarik

In Salzburg gibt es viele innovative Leute mit großartigen Ideen, aber Start-ups brauchen die Erfahrungen, die in der etablierten Wirtschaft vorhanden sind. Durch die Zusammenarbeit profitieren beide Seiten.

Facts zu Start-ups: Das durchschnittliche Alter von Gründern eines Start-ups ist 32 Jahre, 84 % sind männliche Gründer. Die meisten Start-ups werden im Bereich Digital Industry gegründet und 33% bieten ihre Leistungen weltweit an.

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