Steuerlich günstig fahren mit dem Firmenwagen

Bei der Anschaffung von Firmen-Kfz gibt es klare Vorgaben. Externe Buchhalter verfügen über das nötige Fachwissen, um bei Anschaffung und laufender Verbuchung Stolperfallen zu vermeiden. Hier die besten Tipps der Experten. Tipp 1 – Kauf oder Leasing: Kosten für die Anschaffung eines Firmen-PKW oder Kombi...
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Die private Nutzung von Firmenwagen muss richtig versteuert werden.
Die private Nutzung von Firmenwagen muss richtig versteuert werden.

Bei der Anschaffung von Firmen-Kfz gibt es klare Vorgaben. Externe Buchhalter verfügen über das nötige Fachwissen, um bei Anschaffung und laufender Verbuchung Stolperfallen zu vermeiden. Hier die besten Tipps der Experten.

Tipp 1 – Kauf oder Leasing:

Kosten für die Anschaffung eines Firmen-PKW oder Kombi  werden nur bis zu einer „Luxusgrenze“ von 40.000 Euro anerkannt. Liegen die Anschaffungskosten darüber, darf z. B. auch die Absetzung für Abnutzung  (Afa)nur von den 40.000 Euro berechnet werden. Die Anschaffungskosten eines Neufahrzeuges sind gleichmäßig auf 8 Jahre  zu verteilen. Eine Alternative zum Kauf ist das Leasing, wobei das Fahrzeug im Besitz des Leasinggebers bleibt (Es handelt sich hierbei um eine oft gewählte  Art der Miete). Dabei sind die laufenden Leasingraten voll absetzbar. Rechtlich zu beachten sind auch weitere Varianten des Leasings. z. B  Einstellung einer Aktivpost.  Ein externer Buchhalter hilft bei der Berechnung  mehrere Möglichkeiten und liefert so eine Entscheidungsgrundlage.

Tipp 2 – Privatfahrten mit firmeneigenem KFZ:

Für Dienstfahrzeuge ist, bis auf wenige Ausnahmen, keine Privatnutzung vorgesehen.  Auch die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zählen im Allgemeinen als Privatfahrt. Wird das Fahrzeug hingegen nachweislich für nicht mehr  als 500 Kilometer monatlich genützt, ist ein Betrag von  0,75%  des Bruttokaufpreises als sozialversicherungpflichtig und steuerpflichtiger Lohnbestandteil  gerechnet, bei  überschreiten wird  derzeit monatlich ein Betrag von 1,5% als geldwerter Vorteil  abgerechnet. Welche Variante günstiger ist, ist von mehreren  Faktoren wie Fahrzeugpreis, gefahrene Kilometer, Umfang der Privatnutzung etc. abhängig. Externe Buchhalter kennen alle relevanten Faktoren und ermitteln so die steuerlich günstigste Lösung.

Tipp 3 – Neuerung gibt es durch die Steuerreform:

Für Elektrofahrzeuge entfällt die Hinzurechnung des unter Tipp 2 angeführten geldwerten Vorteils bei privater Nutzung des Fahrzeuges, da sie keine CO2-Belastung verursachen. Das ergibt einen erheblichen finanziellen Vorteil, da nicht nur  Sozialversicherung und Lohnsteuer sondern auch die damit verbunden Dienstgerberabgaben entfallen.  Nicht zuletzt ist bei diesen Fahrzeugen ein Vorsteuerabzug möglich. „Obwohl die Elektroautos teurer sind, kann sich eine Anschaffung rechnen“, ist Eva Tschurtschenthaler, Vorsitzende der Berufsgruppe Buchhaltung der UBIT Salzburg überzeugt.

Die Sachbezugswerte, siehe Tipp 2, werden durch die Steuerreform abgeändert bzw. erhöht und sind auf CO2-Emissions abgestellt. Dadurch können in manchen Fällen 2 % der Anschaffungskosten maximal € 960,- als Lohn-oder Gehaltsbestandsteil angesehen werden.

Externe Dienstleister der Buchhaltungsberufe wissen, was bei Anschaffung und Besteuerung von Firmenwagen beachtet werden muss, damit Sie steuerlich günstig fahren. Den Buchhalter in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

Beitragsbild: © WKO