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KMU: Innovationen sichern Zukunft

Neue Ideen entwickeln und innovativ sein – das ist für KMU ebenso wichtig wie für die Global Players. Innovation führt langfristig zu Wachstum und das sichert die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Aber wie lässt sich eine Innovationskultur im Unternehmen etablieren? Die Berufsgruppen der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung...
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Innovationen
Gemeinsam mit den Dienstleistern der Fachgruppe UBIT schaffen KMU die Rahmenbedingungen, um Potenziale zu nutzen, Marktchancen zu erkennen und mit erfolgreichen Entwicklungen die Zukunftsfähigkeit des Betriebs zu sichern.

Neue Ideen entwickeln und innovativ sein – das ist für KMU ebenso wichtig wie für die Global Players. Innovation führt langfristig zu Wachstum und das sichert die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Aber wie lässt sich eine Innovationskultur im Unternehmen etablieren? Die Berufsgruppen der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie stehen KMU mit Fachwissen zur Seite.

Eine offene, kreative Unternehmenskultur ist eine wichtige Voraussetzung, um kreatives Potenzial zu fördern und neue Ideen wachsen zu lassen. Um innovativ zu werden, sind Betriebe gefordert, sich von veralteten Strukturen und Arbeitsweisen zu lösen und wichtige Schritte hin zu einer neuen, offenen Unternehmenskultur zu setzen. Damit wird die Grundlage für eine innovative Kultur geschaffen. Was zeichnet nun aber eine Innovationskultur aus? „Offenheit für neue Trends und Technologien sowie Flexibilität, um auf veränderte Kunden- und Marktanforderungen zu reagieren – also Agilität – sind die Schlüsselfaktoren. Das gilt für die betriebliche Organisation wie auch für die Haltung der Beteiligten. Flexibilität, Offenheit und Neugierde bei allen Beteiligten sind wichtige Voraussetzungen, um Neues zu schaffen“, sagt Mag. Hansjörg Weitgasser, CMC, CSE, Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Salzburg. Das Schaffen einer Innovationskultur im Betrieb und das nötige Innovationsmanagement ist ein Lernprozess, der Schritt für Schritt wachsen muss. Dafür braucht es gemeinsame Unternehmenswerte und Handlungsrahmen. Unternehmensberater begleiten mit gezielten Maßnahmen des Change Managements Betriebe dabei, eine neue Unternehmenskultur aufzubauen und moderne Arbeitsweisen, die mehr Raum für Kreativität lassen, zu nutzen. Dafür definieren sie unter anderem neue Strukturen, nutzen Instrumente wie Teambuilding, Führungskräftecoaching und setzen wichtige Kommunikationsmaßnahmen.

Kreativen Prozesse vs. wirtschaftliches Denken

Eine Innovationskultur im Betrieb verlangt insbesondere von Führungskräften Offenheit für neue Wege, Mut und ein Überdenken des eigenen Führungsverhaltens. Damit kreatives Potenzial besser genutzt werden kann, braucht es genügend Ressourcen, Freiräume, Anreizmodelle und flache Hierarchien. Damit Neues entwickelt werden kann, müssen Führungskräfte lernen, Vertrauen in die Kompetenzen der Mitarbeiter zu haben und Fehler zu tolerieren – besonders in frühen Entwicklungsphasen. Das stellt für Führungskräfte eine große Herausforderung dar, müssen sie doch den Spagat zwischen wirtschaftlichem Denken und Entfaltungsmöglichkeiten schaffen. Führungskräftetraining hilft dabei, neue Kompetenzen zu entwickeln und mit veränderten Situationen positiv umzugehen. Wichtig ist, dass Führungskräfte die neu definierten Werte authentisch im Betrieb vorleben. Externe Begleitung macht sich auch in diesem Punkt bezahlt: Der Berater vermittelt agile Führungsfähigkeiten und agiert als Sparring Partner.

Hansjörg Weitgasser
Fachgruppenobmann Mag. Hansjörg Weitgasser, CMC, CSE

Bereichsübergreifende Kompetenzen großer Vorteil

Auch in der Zusammenarbeit bedarf es in innovativen Betrieben neuer Wege: Ideenworkshops und interdisziplinäre Teams sind wichtig, damit das kreative Potenzial und die Kompetenzen gebündelt werden. „KMU haben hier einen großen Vorteil: Durch die geringe Betriebsgröße haben Mitarbeiter Einblick in alle Bereiche, übernehmen verschiedene Aufgabengebiete und haben dabei das gesamte betriebliche Geschehen im Blick. Bei Entwicklungen wird daher nicht nur der eigene Bereich, sondern das gesamte Unternehmen mitgedacht. Das vereinfacht Prozesse und bewahrt vor vielen Fehlschritten“, betont Weitgasser. Ein Nachteil für KMU liegt bei den geringen Ressourcen: Oft sind die Mitarbeiter mit dem Tagesgeschäft ausgelastet und es bleibt keine Zeit für neue Ideen. Hier ist es wichtig, „Entwicklungs-Ressourcen“ einzuplanen und die nötigen Freiräume zu schaffen. Für notwendige Fähigkeiten während eines Entwicklungsprozesses, die nicht im Betrieb vorhanden sind, können auch IT-Spezialisten als externe Partner – etwa bei Programmieraufgaben  – dazu geholt werden.

Technische und wirtschaftliche Risiken minimieren

Um flexible Arbeitsweisen nutzen zu können, braucht es nicht nur eine offene Unternehmenskultur, auch die abgestimmte und moderne Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle. IT-Experten unterstützen bei notwendigen Digitalisierungsmaßnahmen, sorgen für die nötige IT-Sicherheit und beraten bei Kollaborationstools. Bei Neuentwicklungen im digitalen Bereich stehen sie mit fachlichem Know-how als Partner zur Seite und helfen dabei, digitale Absatzmärkte zu erschließen. Innovationskultur zeichnet sich auch durch eine kalkulierte Risikobereitschaft aus, da neue Entwicklungen immer ein finanzielles Risiko bedeuten. Ein stets aktueller Überblick über wie wirtschaftliche Situation des Betriebs ist daher besonders wichtig. Die Dienstleister der Buchhaltungsberufe liefern wichtige betriebliche Kennzahlen, auf deren Basis kalkuliert werden kann. Forecasts und Erwartungsrechnungen geben Aufschluss über die Marktfähigkeit von Neuentwicklungen und senken so das Risiko. Wichtig ist, Entwicklungsprozesse im Betrieb anhand von Milestones zu definieren, damit nicht rentable Neuentwicklungen rechtzeitig gestoppt werden können. Damit Betriebe hier wagemutiger agieren können, ohne große wirtschaftliche Einbußen zu riskieren, stehen Innovationsförderungen zur Verfügung. Die Dienstleister der Buchhaltungsberufe liefern die Grundlagen, damit Finanzierungsmöglichkeiten und Risiken gut kalkulierbar werden.

Expertenbegleitung minimiert Risiken

Mit Fachwissen und Erfahrung sind die Experten der Informationstechnologie, Unternehmensberatung und der Buchhaltung wichtige Begleiter bei der Verankerung einer Innovationskultur im Betrieb. Sie unterstützen dabei, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um Potenziale zu nutzen, Marktchancen zu erkennen und mit erfolgreichen Entwicklungen die Zukunftsfähigkeit des Betriebs zu sichern. Die Dienstleister der Fachgruppe UBIT finden Sie hier.

8 Tipps für eine erfolgreiche Innovationskultur:

1. Ideen-Notizen machen, die später weiterentwickelt werden können, wenn zu wenig Zeit neben dem Tagesgeschäft bleibt
2. Ressourcen einplanen, um mehrere Beteiligte an Kreativ- und Entwicklungsprozessen teilhaben zu lassen
3. Zeitlichen Rahmen für Entwicklungsprozesse mittels Zielvorgaben planen, damit das Tagesgeschäft nicht leidet und Arbeitszeiten nicht ausufern
4. Klare Abläufe und Milestones für Innovationsprozesse definieren
5. Fehler zulassen, Vertrauen lernen
6. Wirtschaftliche Situation im Blick behalten, Erwartungsrechnungen erstellen
7. Innovationsförderungen nutzen
8. Fachlicher Input durch externe Beratung