Kinderbetreuungskonto mit flexiblerem Bezug

Ein flexibles Konto, Partnerschaftsbonus und eine Familienzeit in Form des „Papamonats“ – das sind die Kernpunkte des Reformpakets des Bundesministeriums für Familie & Jugend. Es ist seit 1. März in Kraft. Die Eltern können sich beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes abwechseln und für den „Papamonat“ gibt...
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Ein flexibles Konto, Partnerschaftsbonus und eine Familienzeit in Form des „Papamonats“ – das sind die Kernpunkte des Reformpakets des Bundesministeriums für Familie & Jugend. Es ist seit 1. März in Kraft. Die Eltern können sich beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes abwechseln und für den „Papamonat“ gibt es finanzielle Unterstützung. Selbstständige lassen sich bei der Bezugsplanung am besten von Experten der Buchhaltungsberufe beraten, um die für sie beste Variante zu finden.

Das Pauschalsystem der vergangenen Jahre wurde durch das neue Kinderbetreuungsgeldkonto abgelöst. Bis 2020 gibt es eine Übergangszeit, in der es noch zu Überschneidungen des alten und neuen Systems kommt. Im neuen System hängen die individuelle Bezugsdauer und die Leistungshöhe davon ab, ob ein Elternteil oder beide Eltern das Kinderbetreuungsgeld beantragen und es bietet einen flexibleren Rahmen: 1. Ein Elternteil bezieht für zwölf bis 18 Monate Kinderbetreuungsgeld und erhält insgesamt rund 12.400 Euro. 2. Beide Elternteile pausieren für 15 bis 35 Monate und bekommen insgesamt 15.450 Euro.

Bonus bei partnerschaftlicher Teilung

Eltern, die sich die Betreuung partnerschaftlich teilen, können den Antrag dafür gleichzeitig mit dem Antrag auf Kinderbetreuungsgeld stellen. Der Bezug des Kinderbetreuungsgelds erfolgt dann in annähernd gleichen Teilen (50:50 bis 60:40) und mindestens im Ausmaß von je 124 Tagen. Dafür gibt es auf Antrag einen zusätzlichen Partnerschaftsbonus in Höhe von 500 Euro je Elternteil als Einmalzahlung nach Ende des Gesamtbezugszeitraums.

„Papamonat“: mehr Zeit für die Familie

Erwerbstätige Väter können einen Familienzeitbonus geltend machen, um mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können. Voraussetzung ist, dass vor Bezugsbeginn eine in Österreich kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit im Ausmaß von 182 Kalendertagen ununterbrochen ausgeübt wurde. Der Papamonat ist eine Unterbrechung der Erwerbsausübung. Der gesamte Leistungsbezug muss innerhalb von 91 Tagen ab Geburt liegen. Die maximale Höhe beträgt 22,50 Euro täglich bei Bezugsvarianten von 28, 29, 30 oder 31 Tagen. Der Familienzeitbonus ist nicht zeitgleich mit dem Bezug des Kinderbetreuungsgelds möglich.

Die Salzburger Buchhaltungsexperten helfen dabei, den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes optimal zu planen, und wissen, was dabei beachtet werden muss. Den Buchhalter in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Bild © UBIT/famveldman – Fotolia