KMU: Wettbewerbsfähig bleiben durch Digitalisierung

Die Anpassung von Unternehmensprozessen an die digitalen Möglichkeiten ist insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen eine Herausforderung. Die Frage, ob KMU die Digitalisierung nützen wollen, stellt sich aber gar nicht, es ist eine Notwendigkeit, um künftig wirtschaftlich bestehen zu können. Nicht nur für Großbetriebe, auch...
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Hansjörg Weitgasser, Gernot Winter
IT-Berufsgruppensprecher Mag. Hansjörg Weitgasser, CMC, CSE, und Fachgruppenobmann DI Gernot Winter, CMC, CSE: „Digitalisierung in Betrieb ist auch für KMU notwendig, um künftig wirtschaftlich bestehen zu können.“

Die Anpassung von Unternehmensprozessen an die digitalen Möglichkeiten ist insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen eine Herausforderung. Die Frage, ob KMU die Digitalisierung nützen wollen, stellt sich aber gar nicht, es ist eine Notwendigkeit, um künftig wirtschaftlich bestehen zu können.

Nicht nur für Großbetriebe, auch für KMU gilt, neue Technologien im Betrieb umzusetzen, Mitarbeiter zu schulen und interne Prozesse neu zu definieren. Das klingt nach viel Arbeit und erfordert Flexibilität im gesamten Unternehmen, sichert aber die Wettbewerbsfähigkeit. Durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologie eröffnen sich viele Chancen für Betriebe. „Durch die Globalisierung und verstärkte Vernetzung von Unternehmen kommt der Digitalisierung immer mehr Bedeutung zu. Der Bedarf an mobilen IT-Lösungen, die mehr Flexibilität für Firmen und Arbeitnehmer schaffen – wie etwa standortunabhängiges Arbeiten und die Zusammenarbeit über große Entfernungen – macht die Digitalisierung im Betrieb unumgänglich, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, ist Mag. Hansjörg Weitgasser, CMC, CSE, IT-Berufsgruppensprecher der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Salzburg überzeugt. Die Begleitung und Unterstützung durch geschulte Digitalisierungsberater erleichtert die Umstellung und sorgt von Beginn an für Effizienz.

Chancen neuer Technologien nutzen

Viele Betriebe haben die ersten Schritte bereits gesetzt und nutzen standortunabhängige Weblösungen für das Abrufen von E-Mails, bieten Online-Shops und Produktkonfiguratoren auf ihren Websites oder nutzen digitale Kanäle für ihre Werbemaßnahmen. Wichtig ist es, eine fundierte Gesamt-Digitalisierungsstrategie für den Betrieb zu erarbeiten und einen Schritt nach dem anderen zu setzen. So können neue Strukturen wachsen und das Unternehmen sowie die Mitarbeiter werden vom Tempo nicht überfordert. „KMU sind bei Umstellungen im Vergleich zu Großbetrieben sogar deutlich im Vorteil, da sie aufgrund der geringeren Größe wesentlich flexibler agieren können“, sagt Weitgasser. Bei der Strategieentwicklung und der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen begleiten Digitalisierungs-Experten, die über die nötigen Fachkenntnisse verfügen.

Digitalisierungsförderung für KMU noch nützen

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive „KMU digital“ von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer können kleine und mittlere Unternehmen noch bis Ende des Jahres Förderungen für die digitale Weiterentwicklung beantragen. Infos zum Förderprogramm sowie zertifizierte Digitalisierungsberater finden Sie unter www.kmudigital.at

Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung

  • Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe können durch den Einsatz digitaler Technologien flexibler und effizienter gestaltet werden – das steigert die Produktivität.
  • Digitale Technologien führen zu Innovationsprozessen im Dienstleistungssektor. Sie ermöglichen die Modernisierung bereits bestehender oder den Aufbau neuer Serviceangebote – und steigern damit die Kundenzufriedenheit.
  • Die Entwicklung und Verbreitung digitaler Technologien birgt ein starkes Innovationspotential. Sie fördert die Umsetzung neuer Ideen und Produkte – dadurch eröffnen sich neue Geschäftsfelder und Märkte, die sich auch für KMU nutzbar machen lassen.

Unter diesem Link finden Sie ein „Online-Servicepaket“ der WKO für Unternehmer mit Informationen, Links, Online-Services und Webinaren.