Wie EPU günstig fahren

EPU nutzen ein Fahrzeug meist betrieblich und privat. Für die Zuordnung zu Betriebs- oder Privatvermögen gilt die 50-Prozent-Regel. Im Falle eines auch betrieblich genutzten Privat-PKW können die anteilsmäßigen Betriebskosten abgesetzt werden oder es erfolgt eine Abrechnung mittels Kilometergeld. Elke SteinbacherBerufsgruppensprecherinBuchhaltung Kredit Kolarik Andreas Wenn mehr...
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Figur steuert Rennwagen
Ob Betriebsfahrzeug oder privater PKW: Die Experten der Buchhaltungsberufe wissen, wie EPU steuerlich am günstigsten fahren.

EPU nutzen ein Fahrzeug meist betrieblich und privat. Für die Zuordnung zu Betriebs- oder Privatvermögen gilt die 50-Prozent-Regel. Im Falle eines auch betrieblich genutzten Privat-PKW können die anteilsmäßigen Betriebskosten abgesetzt werden oder es erfolgt eine Abrechnung mittels Kilometergeld.

Elke Steinbacher
Elke Steinbacher
Berufsgruppensprecherin
Buchhaltung
Kredit Kolarik Andreas

Wenn mehr als 50 Prozent der gefahrenen Kilometer der Unternehmertätigkeit zuzuschreiben sind, zählt das KFZ zum Betriebsvermögen. Die laufenden Aufwendungen wie Treibstoff oder Versicherung sowie die AfA gelten aber nur für das Maß der betrieblichen Nutzung als Betriebsausgaben. Der private Kostenanteil muss ausgeschieden werden. Gilt das Fahrzeug aufgrund der 50-Prozent-Regel als Privatfahrzeug, sind die Betriebskosten, die auf die betriebliche Nutzung entfallen, und die anteilsmäßige Absetzung für Abnutzung (AfA) als Betriebsausgaben absetzbar. Bei Privat-Fahrzeugen gibt es auch die Möglichkeit, anstelle der anteilsmäßigen Betriebskosten amtliches Kilometergeld für die beruflich gefahrenen Kilometer als Betriebsausgaben geltend zu machen. Damit sind dann allerdings alle laufenden Kosten wie Kraftstoff, Versicherungen etc. abgegolten.

Kilometergelder können jährlich nur bis zum Höchstmaß von 30.000 betrieblich gefahrenen Kilometern geltend gemacht werden, wohingegen die Kosten für die gesamten betrieblich gefahrenen Kilometer uneingeschränkt als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können“, sagt Elke Steinbacher, Berufsgruppensprecherin der UBIT Salzburg. Die gefahrenen Kilometer sind jedenfalls mittels Fahrtenbuch genau zu dokumentieren. „Für die Fahrten-Dokumentation sollten Fahrtenbücher aus dem Fachhandel oder entsprechende Apps verwendet werden, denn Excel-Fahrtenbücher werden nicht anerkannt, da sie nachträglich veränderbar sind“, empfiehlt Steinbacher.

Vorsteuerabzug bei Betriebsfahrzeugen nur eingeschränkt möglich

Bei Betriebsfahrzeugen werden – je nach Möglichkeit zum Vorsteuerabzug – zwei Arten unterschieden. Für PKW, Kombis, SUVs oder Sportwagen besteht in der Regel kein Recht auf Vorsteuerabzug. Daher ist der Bruttokaufpreis im Anlageverzeichnis anzusetzen – allerdings nur bis zu einem Maximalbetrag von 40.000 Euro. Auch die laufenden Kosten sind davon betroffen. Die betriebliche Nutzungsdauer beträgt acht Jahre. Bei Klein-LKW, LKW und Kleinbussen darf die Vorsteuer jedoch abgezogen werden. In der Liste der vorsteuerabzugsberechtigten Fahrzeuge des BMF sind jene Fahrzeugtypen angeführt, für die der Vorsteuerabzug gilt. Hier gilt die betriebliche Nutzungsdauer von fünf Jahren.

Die Experten der Buchhaltungsberufe beraten bei Steuervorteilen in der Anschaffung bei Fahrzeugen von EPU und bei der steuerlich günstigsten Variante der Abrechnung. Hier geht es zum Buchhaltungs-Experten in Ihrer Nähe.