Mehrarbeitsleistungen richtig abrechnen

Seit 1. September 2018 gilt die Neuregelung der höchstzulässigen Arbeitszeit. Das hat auch arbeitsrechtliche Auswirkungen, die im Folgenden kurz zusammengefasst sind. Seit der Neuregelung wurde die höchstzulässige Arbeitszeit bei erhöhtem Arbeitsbedarf auf 12 Stunden pro Tag (bisher 10 Stunden pro Tag) und maximal 60 Stunden...
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Die Experten der Buchhaltungsberufe sorgen dafür, dass die verschiedenen Zuschläge und Möglichkeiten der Abgeltung von Mehrarbeitsleistungen korrekt berücksichtigt werden.

Seit 1. September 2018 gilt die Neuregelung der höchstzulässigen Arbeitszeit. Das hat auch arbeitsrechtliche Auswirkungen, die im Folgenden kurz zusammengefasst sind.

Seit der Neuregelung wurde die höchstzulässige Arbeitszeit bei erhöhtem Arbeitsbedarf auf 12 Stunden pro Tag (bisher 10 Stunden pro Tag) und maximal 60 Stunden wöchentlich (bisher 50 Stunden pro Woche) angehoben. Dies ist im „§ 9 Abs 1 AZG Neu“ geregelt. Somit sind wöchentlich bis zu 20 Überstunden möglich.

Abgeltung von Mehrleistungen

Bei der Abrechnung von Mehrleistungen werden Überstunden und Mehrarbeit unterschieden, die mit unterschiedlichen Zuschlägen abzurechnen sind. Die Normalarbeitszeit bleibt auch nach der neuen Rechtslage unverändert. Die 11. und 12. Stunde pro Tag sind generell als Überstunden einzustufen. Arbeitnehmer können diese Überstunden, die über 10/50 Stunden anfallen, ohne Angabe von Gründen ablehnen und dürfen aus dem Grund auch nicht benachteiligt werden. Zudem können Arbeitnehmer selbst wählen, ob diese Überstunden in Geld oder Zeitausgleich vergütet werden.

Experten der Buchhaltungsberufe sorgen für korrekte Abrechnung

Elke Steinbacher
Elke Steinbacher
Berufsgruppensprecherin
Buchhaltung
Kredit Kolarik Andreas

Mehrleistungen gelten sozialversicherungsrechtlich als laufender Bezug. Als Sonderzahlung werden sie nur unter bestimmten Voraussetzungen abgerechnet – etwa wenn sie wiederholt gewährt werden. Das Einkommenssteuergesetz sieht zudem Steuerfreiheiten für die ersten zehn Überstunden im Monat vor oder bei Zulagen im Rahmen einer Mehrarbeitsleistung – unter bestimmten Voraussetzungen bis zu genau definierten Grenzen. Für die korrekte Abrechnung bilden die gesetzlichen Vorgaben und betrieblichen Vereinbarungen die Grundlage. „Die verschiedenen Zuschläge und Möglichkeiten der Abgeltungen müssen in der Personalverrechnung korrekt berücksichtigt werden, damit einerseits Mitarbeiter die gesetzliche Entlohnung für ihre Leistungen erhalten, anderseits um sozialversicherungsrechtliche und lohnsteuerrechtliche Bestimmungen einzuhalten“, betont Elke Steinbacher, Berufsgruppensprecherin der UBIT Salzburg.

Die Experten der Buchhaltungsberufe kennen die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und setzen mit Blick auf die betrieblichen Vereinbarungen die Abrechnung der Arbeitsleistungen korrekt um. Den Buchhaltungsexperten in Ihrer Nähe finden Sie hier.