Großes Interesse beim Experts Day 2025: Tabus in Unternehmen – Krisen meistern, Zukunft gestalten
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Am 2. Oktober 2025 lud die Fachgruppe UBIT erneut zum Experts Day ins Kavalierhaus Klessheim ein. Im Fokus stand ein Thema, das nach den Herausforderungen von Corona, Inflation und Krisen, aktueller nicht sein könnte: „Worüber niemand gerne spricht: Tabus in Unternehmen – Krisen meistern, Zukunft gestalten“. Mit 220 Anmeldungen war die Veranstaltung vollständig ausgebucht, was die hohe Relevanz für Unternehmerinnen und Unternehmer unterstreicht.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Hansjörg Weitgasser, Obmann der Fachgruppe UBIT, startete das vielfältige und praxisnahe Programm.
Interaktive Formate förderten Austausch
Ob beim HR-Tabu-Speed-Dating, in der Hidden Agenda „Lego“-Session, im Fishbowl oder beim World Café – die interaktiven Formate boten einen sicheren Raum, um Tabuthemen, Krisenstrategien und organisatorische Stolpersteine offen zu diskutieren. So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praxisnahe Lösungen entwickeln und neue Perspektiven gewinnen. „Gerade bei heiklen Themen entsteht durch den direkten Austausch ein tieferes Verständnis füreinander – und konkrete Impulse, die im Arbeitsalltag wirklich weiterhelfen“, sagt Hansjörg Weitgasser, Obmann der Fachgruppe.
Podiumsdiskussion mit Katharina Hagleitner und Maximilian Gössl
Ein besonderes Highlight des Abends war die Podiumsdiskussion mit Katharina Hagleitner, Hagleitner Hygiene International GmbH, und Maximilian Gössl, Gössl GmbH, sowie den Experts-Group-Landessprechern Mag. Gerhard Pettin, Betriebsübergabe, Bonitätsmanagement & Controlling, und Manfred Bauer, MAS, Experts-Group- Landessprecher für Wirtschaftsmediation. Im Mittelpunkt standen Tabus und Herausforderungen im Unternehmensalltag – von finanziellen Schwierigkeiten über psychische Gesundheit bis hin zu Fragen der Gleichstellung.
Tabus haben immer zwei Seiten
Den Auftakt machte die Frage nach der Rolle von Tabus im Unternehmen. Während viele sie automatisch mit etwas Negativem verbinden, brachte Maximilian Gössl eine andere Sichtweise ein: „Tabus haben immer zwei Seiten. Auf der einen Seite schränken sie ein, auf der anderen Seite geben sie aber auch Stabilität. Wenn man Tabus durchbricht, befindet man sich im luftleeren Raum und weiß nicht, was als nächstes passiert – das kann sowohl befreiend als auch beängstigend sein.“
Externe Hilfe in Anspruch nehmen
Im Zweifel sollte man sich Hilfe an die Seite holen – was auch die beiden Unternehmer:innen getan haben. Maximilian Gössl sagt: „Es hilft, mit jemandem darüber zu sprechen, der sich fachlich damit auseinandersetzt, der einem zeigt, was man selbst nicht gesehen hätte und der auch selbst nicht betroffen ist.“ Gerhard Pettin rät, nicht zu lange zu warten. Seiner Erfahrung nach entscheiden sich viele Unternehmer:innen viel zu spät dazu, Beratung in Anspruch zu nehmen: „Die meisten kommen zu externen Berater:innen, wenn es Probleme mit der Liquidität gibt. Dies ist jedoch oft bereits die letzte Stufe eines Konflikts.“
Gestärkt aus der Krise
Der Prozess heraus aus der Krise ist lang. „Erfolg ist nichts, was von allein passiert, es ist sehr viel Arbeit“, sagt Katharina Hagleitner. Fehler sind Teil des Prozesses: „Die Nicht-Fehler-Kultur ist ein großes Thema. In unserer Kultur wird nicht über Fehler aus Angst vor Fehlern gesprochen.“ Sie zitiert ihren Vater: „Wenn du 70% deiner Entscheidungen gut triffst, war es ein guter Tag. Aus Fehlern lernt man mehr, als wenn man gleich alles richtig macht.“
Humorvoller Ausklang mit Bernhard Baumgartner
Zum Abschluss sorgte Bernhard Baumgartner mit seinem Businesskabarett für ausgelassene Stimmung und zeigte, wie wichtig Leichtigkeit und Humor im Umgang mit Krisen sind. Ein perfekter Übergang zum Buffet, bei dem noch intensiv gesprochen, diskutiert und gelacht wurde.
Dank allen Mitwirkenden
„Der Experts Day hat eindrucksvoll gezeigt, dass selbst die schwierigsten Themen leichter werden, wenn wir sie offen ansprechen – und dass ein bisschen Humor dabei nie fehlen darf“, sagt Matthias Reitshammer, Berufsgruppensprecher Unternehmensberatung und Organisator des Events. „Im Namen der gesamten Fachgruppe bedanke ich mich herzlich bei allen Organisator:innen, Ideengebenden und Mitarbeitenden, die zum Erfolg des Events beigetragen haben!“