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Gesundheit ist eine strategische Investition, keine Kostenstelle

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Wie baut man Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wirksam auf – und welche Förderungen lassen sich dafür konkret nutzen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Webinars „Gesundheit im Fokus“, das die Fachgruppe UBIT Steiermark gemeinsam mit den Human Ressource Management (HRM) Experts Groups der einzelnen Bundesländer veranstaltete. Für die Salzburger HRM-Experts Group am Mikrofon: Frederik Hillenbrand, Gründer von pepp – Workplace Health & Teambuilding.

Zum Einstieg erklärte Frederik Hillenbrand aus welchen drei Bausteinen Betriebliches Gesundheitsmanagement besteht: dem gesetzlich verpflichtenden Arbeitnehmerschutz (ASI), die freiwillige Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und das freiwillige (Wieder-) Eingliederungsmanagement (BEM). „Als Treiber für BGM gibt es vor allem vier Faktoren: Fachkräftemangel und Mitarbeiterbindung, das Senken von Fehlzeiten, Employer Branding sowie gesetzliche Pflichten“, sagt Hillenbrand.

In der Praxis unterscheidet Hillenbrand drei Reifegrade: von „Startern“ mit punktuellen Maßnahmen über „Advanced“-Betriebe mit BGF-Konzepten aus der HR-Abteilung bis hin zu „Professional“-Organisationen, die BGM mit externer Begleitung, fundierter Analyse und echtem Veränderungspotenzial umsetzen – ein Niveau, das laut Hillenbrand bislang nur wenige Organisationen ausschöpfen.

Förderdschungel mit klaren Anlaufstellen

Eine zentrale Hürde besteht darin, dass viele Unternehmen nicht wissen, wo sie Unterstützung finden. Oft fehlt der Überblick über die Fördermöglichkeiten in Österreich. „Diese Anlaufstellen kosten in weiten Teilen nichts – man muss nur wissen, wo man anfragt“, so Hillenbrand. Als fünf zentrale Anlaufstellen nennt er:

  • die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) mit BGF-Begleitung und Toolbox;
  • die AUVA mit dem kostenlosen Programm „AUVAsicher“ für Betriebe bis 50 Mitarbeitende; 
  • fit2work mit kostenloser Beratung zum Eingliederungsmanagement für Betriebe jeder Größe;
  • den Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) mit Projektförderungen von bis zu 80 Prozent; 
  • das Netzwerk BGF mit dem BGF-Gütesiegel als Auszeichnung für umgesetzte Projekte; 

Vom Pilotprojekt zum Prozess

Zum Abschluss skizzierte Hillenbrand den praktischen Ablauf eines BGM-Projekts – von der Auftragsklärung über Ziele, Strukturen und Analyse bis hin zur Maßnahmenplanung und Evaluation. Gleichzeitig zeigte er einen einfachen Fahrplan für den Einstieg auf. „BGM ist kein einmaliges Projekt, sondern ein strukturierter, wiederkehrender Prozess. Schon ein Gespräch mit fit2work oder der ÖGK ist ein valider erster Schritt.“ Wichtig sei vor allem, überhaupt anzufangen: Ziele klären und mit einem Pilotprojekt starten.

Wer neue Perspektiven auf Resilienz, gesunde Führung und Female Health gewinnen oder konkrete Strategien für die eigene Organisation kennenlernen möchte, kann das Webinar ab Juli nachschauen: LINK FOLGT

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